
So misst du die Spieleleistung auf deinem eigenen PC richtig
Eine nachvollziehbare Methode für wiederholbare Benchmarks mit passenden Szenen, kontrollierten Variablen, Durchschnitt, 1%-Lows und Frametimes.
Zuerst festlegen, was du testen willst
Willst du zwei Presets, eine Treiberversion oder eine Temperaturänderung vergleichen? Formuliere eine konkrete Frage, bevor du misst.
Ein Test ohne klare Frage produziert Zahlen, aber selten eine brauchbare Entscheidung.
Variablen kontrollieren
Halte Auflösung, Preset, FPS-Limit, Hintergrundprogramme und Energieprofil konstant. Starte den PC bei Bedarf neu und lasse Downloads pausieren.
Ändere pro Vergleich nur einen Faktor. Sonst weißt du nicht, welcher Unterschied das Ergebnis verursacht hat.
Eine repräsentative Route wählen
Nutze einen integrierten Benchmark oder eine feste Strecke, die typische Belastungen enthält. Ein leerer Raum ist leicht zu wiederholen, aber nicht unbedingt repräsentativ.
Für offene Welten sind mehrere kurze Szenen oft sinnvoller als ein einziger langer Lauf.
Die richtigen Messwerte erfassen
Notiere Durchschnitts-FPS, 1%-Lows und möglichst Frametimes. Ergänze GPU-Auslastung, Temperaturen, Taktraten und VRAM, wenn du eine Ursache untersuchst.
Ein hoher Durchschnitt mit starken Frametime-Spitzen ist kein gleichmäßig flüssiges Ergebnis.
Mehr als einmal messen
Führe jeden Lauf mindestens dreimal durch. Der erste Durchgang kann durch Shader, Caching oder Laden langsamer sein.
Nutze den Median oder einen typischen Lauf und vermerke Ausreißer, statt nur den besten Wert auszuwählen.
Unterschiede vorsichtig deuten
Sehr kleine Abstände können innerhalb normaler Schwankungen liegen. Eine Änderung ist erst überzeugend, wenn sie wiederholbar ist und auch bei 1%-Lows oder Frametimes sichtbar wird.
Dokumentiere Versionen und Datum, damit du später weißt, unter welchen Bedingungen die Werte entstanden sind.
Ein wiederholbarer Zehn-Minuten-Test
Wähle eine Route, die die Belastung abbildet, die dir wichtig ist, etwa eine belebte Stadt, einen Kampf oder eine schnelle Fahrt durch die Spielwelt. Lass das Spiel einige Minuten laufen, damit Shader, Taktraten und Temperaturen einen stabilen Zustand erreichen. Fahre oder laufe die Route anschließend dreimal ab, ohne Einstellungen, Wetter, Spielstand oder Hintergrundprogramme zu verändern.
Notiere für jeden Lauf Durchschnitts-FPS und 1%-Lows, aber auch sichtbare Ruckler. Weicht ein Durchlauf stark ab, wiederhole ihn, statt ihn ungeprüft in den Mittelwert aufzunehmen. Drei ähnliche Messungen sind aussagekräftiger als eine lange Sitzung mit ständig wechselnden Szenen.
Ein integrierter Benchmark ist bequem, bildet aber nicht immer deine typische Spielsituation ab. Wenn du vor allem in großen Kämpfen oder dicht bevölkerten Bereichen Probleme hast, ergänze den Standardtest durch eine kurze eigene Route. Nutze für spätere Vergleiche immer denselben Speicherstand und denselben Startpunkt.
Eine kleine Testtabelle reicht aus
Mit dieser Notiz kannst du später Patches oder Einstellungsänderungen vergleichen, ohne dich auf dein Gedächtnis zu verlassen. Du erkennst außerdem, ob eine Verbesserung reproduzierbar ist oder nur aus einer leichteren Szene stammt.
- Spiel- und Treiberversion, Auflösung, Preset und Upscaling-Modus.
- Exakte Route, Dauer und Hinweis auf einen integrierten Benchmark.
- Durchschnitts-FPS, 1%-Lows, Temperaturen und auffällige Frame-Zeit-Spitzen.
- FPS-Limit, V-Sync, Energiemodus, Overlays und Aufnahmeprogramme.